Lawrence Lessig @ UCSB
Vor knapp zwei Wochen hatte ich das Glück, bei einem Vortrag von Lawrence Lessig hier an der Uni dabei sein zu können. Der Stanford-Professor und Creative Commons Gründer hat am Center for Information Technology & Society einen kleinen Hintergrundbericht zu seinem neuesten Projekt gegeben. Mit Change Congress will er Kandidaten für den US-Kongress und andere hohe politische Ämter dazu bewegen, offen zu legen, woher die Gelder für ihren Wahlkampf kommen. Der Hintergrund ist, dass Lobbyisten gerne auf ihre vorab geleisteten Spenden verweisen, um im Kongress ihre Anliegen durchzudrücken (wovon die Öffentlichkeit natürlich wenig bis gar nichts mitbekommt). Dank solcher Praktiken empfiehlt die hiesige Gesundheitsbehörde zum Beispiel, dass eine gesunde Ernährung zu 25% auf Zuckerprodukte bauen sollte. Ursprünglich waren (mir wesentlich realistischer erscheinende) 10% vorgesehen – bis die Sugarlobby ins Spiel kam. Andere schöne Beispiele gibt’s oben in dem Mitschnitt, dort ist zwar von Lessig selbst nicht viel zu sehen, dafür kann man seinen ziemlich gut gemachten Slides gut folgen.
I don’t know which came first…
Das hier kam gerade per del.icio.us rein. Jetzt finde ich das Intro zur Boogy Bytes 3 von Modeselektor noch besser. Ich finde Rollins hier einerseits ziemlich lustig, andererseits nervt mich »früher war alles besser« Rumgejammer ja prinzipiell immer. Und irgendwie lustig zu sehen, dass die YouTube-Gucker in fast 500 (…and counting) Kommentaren darüber streiten, welche Musikrichtung denn nun die beste ist. Dazu finde ich diesen Kommentar sehr passend:
Arguing over which types of music are better than others is like arguing over what colors are better than others.
Wie auch immer, hier ist jedenfalls das Video. Wer Probleme mit explicit language hat sollte vielleicht besser nicht auf Play drücken.
Fancy Footwork
Zune Arts ist so eine Art Promo-Platform für den (Anführungsstriche auf) iPod-Killer (Anführungsstriche zu) Zune, auf der es Videos, Wallpapers und so weiter zum Download gibt, die teilweise wirklich cool gemacht sind. Der Kracher ist diese Puppen-Version von Jacko’s Thriller-Video, unterlegt mit Fancy Footwork von den ja sowieso großartigen Chromeo:
[via]
Videos auf Flickr
War ja schon länger geplant, jetzt ist die Katze aus dem Sack: Flickr unterstützt jetzt auch Videos. Wer einen Pro Account hat, kann nun lange Photos bis 90 Sekunden bzw. 150MB pro Filmchen hochladen. Positiv fällt jedenfalls auf, dass die Videos angenehm unauffällig integriert werden und sich zum Beispiel in der Suche nur durch das kleine Play-Symbol links unten in der Ecke von den Fotos unterscheiden. Autoplay gibt’s nur, wenn man die Einzelansicht für ein Video aufruft, und auch das lässt sich abschalten.
Ich hab das gerade mal mit einem kleinen Schnipsel von einem Elektrikfieber-Abend ausprobiert. Gegenüber der auf Video spezialisierten Konkurrenz gefällt mir auf jeden Fall der minimalistische Player ziemlich gut. Außerdem lässt sich direkt in Flickr die Größe für das einzubettende Flash-Objekt einstellen, und man kann den Titel am Anfang einbauen (oder es sein lassen):
Der miese Sound war übrigens im Originalvideo schon so… wenn man was Vernünftiges reinsteckt, können sie das anscheinend besser.
Gegen das Woo Hoo! spricht also eigentlich nur, dass Flickr damit seinen Fokus verliert. Allerdings ist das alles ziemlich elegant gelöst, damit dürften sich auch die ausgesprochenen Gegner von Videos auf Flickr anfreunden können. Ob ihre Befürchtung, dass Flickr nun mit schrottigen Videos à la YouTube geflutet wird, eintrifft, bleibt natürlich noch abzuwarten. Ich glaube nicht – zumindest solange die Funktion zahlenden Pro Accounts vorbehalten bleibt.
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