Nachtisch ist fertig!
Instagram-Knipserei, Verzeihung.
Älter werden ist manchmal gar nicht sooo scheiße. Zu den Dingen, die ich beispielsweise vor 5 Jahre sicherlich noch nicht gemacht hätte, gehören Kochkurse. Gestern gab es entsprechend meine Premiere auf diesem Gebiet – und es war nicht nur komplett anders, als erwartet, sondern vor allen Dingen absolut zur Nachahmung empfohlen.
Ein paar liebe Freunde hatten anlässlich unserer kleinen Feier vor ein paar Wochen zur gemeinsamen Kocherei ins Dessertcafé Nachtisch geladen. Man darf sich dabei nicht vom Namen täuschen lassen: Mittwochabends werden hier durchaus nicht nur süße Schweinereien zubereitet, sondern es gibt das volle Programm. In unserem Fall bestand das aus:
- Saltimbocca von der Maispoularde, Quittenchutney, Feldsalat, Granatapfelvinaigrette
- Kürbissuppe mit Zitronengrasschaum, Garnelenchilispieße
- Kalbsfilet im Senf-Kräutermantel auf Lauch-Pfifferlingsgemüse, Kartoffelstrudelbonbon
- Topfenknödel auf Pflaumenragout, Joghurtvanillesorbet
Wenn einem jetzt beim Lesen das Wasser im Mund zusammen läuft, liegt man vollkommen richtig. Ich könnte nicht mal sagen, was davon am besten war – das Essen war durchgängig großartig. Dabei glaube ich ausnahmsweise nicht, dass es nur so gut schmeckte, weil wir alle Gänge selbst zubereitet haben. Unter fachkundiger Anleitung, versteht sich.
Was mich zu dem Punkt bringt, den ich anders erwartet hatte: Keine stundenlangen Erklärungen, keine theoretischen Ausführungen über Zubereitungsmethoden und Küchengerätschaften, sondern einfach mal machen, bei Fragen fragen, und hier und da mal einen kleinen Tipp bekommen. Das ganze in einem extrem entspannten und sehr freundlichen Umfeld. Beate und Alex machen es einem durch ihre unkomplizierte Art sehr leicht, sich wohl zu fühlen.
Ihr merkt schon, ich bin begeistert. Wer nicht gleich mit einem Kochkurs einsteigen will, dem sei zumindest mal ein Kaffee, ein Frühstück, oder – natürlich – ein Dessert an der Kanalstraße empfohlen.
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