Ein ♥ für Blogs
Kai hat zum zweiten Mal zur Aktion Ein ♥ für Blogs aufgerufen. Diese drei Vertreter gehören im Moment definitiv zu meiner Pflichtlektüre:

David bloggt auf 166mhz meist über gute Musik, dann und wann aber auch mal gespickt mit pointierten Beobachtungen über den Politzirkus.

Nicos Blog codecandies.de ist eine sehr lohnenswerte Anlaufstelle, wenn man an der technischen Seite des Webdesigns interessiert ist. Kompetent ist er auf jeden Fall, wie der gelungene Relaunch von Zeit Online zeigt, an dem er mitgearbeitet hat.

Hatten wir hier zwar schon mal, dennoch: Unter Keep-It-Deep bloggt von Freiburg aus irgend jemand unter dem Pseudonym Nightowl ungeheuer kompetent über Deephouse. Ich kenne kein anderes deutschsprachiges Blog, das sich mit soviel Kenne und Enthusiasmus mit dieser Musik beschäftigt. Hauptsächlich Plattenreviews und Mixe, manchmal auch Veranstaltungshinweise und -reviews.
arc90 Readbility Experiment
arc90 ist eine in Brooklyn beheimatete Gruppe von Webentwicklern und Designern, die sich die Entwicklung von fesselnden Webanwendungen auf die Fahne geschrieben hat. Dazu gehören auch Experimente, die im arc90 Lab durchgeführt werden.
Eins davon ist das Readability Experiment, das per Bookmarklet die aktuell im Browser aufgerufene Website in ein minimalistisches, extrem gut lesbares Layout schiebt. Alles, was vom Lesen des Textes ablenken könnte, verschwindet vom Bildschirm. Das Readability Experiment ist zwar nicht mehr taufrisch, ich habe es aber in den letzten Wochen so zu schätzen gelernt, dass ich es nur wärmstens weiter empfehlen kann. Einen schnellen Überblick über die Einrichtung und Verwendung des Readbility Bookmarklets gibt es in dem folgenden Video:
Article Skimmer
Slicker Prototyp der New York Times.
Holy Christ…
… I swear if Gmail doesn’t let me check my mail soon I’m going to stop working at go to bed at a somewhat reasonable hour.
Der mit großem Abstand beste Kommentar zum Gfail heute Vormittag – so in Rage, dass sämtliche Regeln des sinnvollen Satzbaus über Bord geworfen wurden.
[Tweet via Parislemon, Bild via Venturebeat, das alles via Mario Sixtus]
Legistyles
Nur für Mac-plus-NetNewsWire-Nutzer interessant, für die aber wirklich was sehr schickes:
LegiStyles™ are a series of custom styles for the award-winning RSS reader NetNewsWire. Much attention has been paid to the design and typography of the styles to improve legibility and readability, and to enhance the overall reading experience.
Wer übrigens immer noch nicht weiß, was ein RSS-Feed ist und was man damit macht: Kai hat’s nochmal schön aufgeschrieben.
Muxkassette
Welcome to a preview of the new Muxtape, a minimalist platform for bands to promote their music and listeners to create mixes. We’ve invited 12 of our favorite artists to help test, and in the coming weeks we'll begin allowing bands to sign up themselves for free. Learn more.
Muxtape ist zurück – wie angekündigt als Promoplattform für aufstrebende Künstler. Auch das allerorten gelobte minimalistische Design der ursprünglichen Version ist wieder da. Gefällt.
Aus alt mach neu

CC-Mashupper von Ekai
Im Netz ist der Hype um Mashups ja schon seit einiger Zeit wieder abgeebbt, auch wenn es da nach wie vor noch das eine oder andere zu entdecken gibt. Die Onlineausgabe von Technology Review hat sich dem Thema jetzt mal angenommen – sehr interessant zu lesen:
Nylvi
Nylvi ist eine neue, sehr übersichtlich und schick aufgemachte Plattform für den Vinylhandel. Neben den nackten Funktionen zum Vinyl(ver)kauf bietet Nylvi eine Menge redaktionell aufbereiteter Inhalte, zum Beispiel Label- und Städtefeatures.
Ob das allein reicht, um dem Platzhirschen Discogs User abzujagen, wird sich zeigen. Im Moment bin ich da noch eher skeptisch, punktet Discogs doch vor allem mit der Anbindung an die kompletteste Datenbank elektronischer Musik. Außerdem schienen mir beim schnellen Durchsehen die allermeisten der Verkäufer, die bei Nyvil Platten zum Verkauf anbieten, doch aus der Profiecke zu kommen – mit entsprechenden Preisen.
Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass Plattformen wie Nylvi durchaus eine Zukunft haben. In Anbetracht der letzten Vertriebspleiten (Neuton und Pinnacle) ist wieder einigen Labels der Vertrieb abhanden gekommen. Einige werden vermutlich einen anderen Distributor finden, andere werden vielleicht ganz aufgeben oder zumindest auf rein digitale Veröffentlichungen umstellen. Trotzdem werde einige der Labels weiter auf Vinyl setzen – weil sie es wollen. Sicher nicht aus finanziellen Überlegungen, sondern einfach, weil sie ihre Releases in Vinyl gepresst in der Hand halten möchten. Schon jetzt findet man ja in den einschlägigen Onlineshops hier und da Exklusivreleases, die direkt von den Labels (eben solche ohne Vertrieb) kommen. Man erreicht zwar so sicher nicht so viele potentielle Kunden wie auf den althergebrachten Vertriebswegen, aber um eine Fangemeinde zu bedienen reicht es allemal. Und genau da sehe ich auch die Chance von Angeboten wie Nylvi: Kleine Vinyllabels können so relativ komfortabel ihr eigener Vertrieb sein und direkt an den Endkunden verkaufen – was das Veröffentlichen auf Vinyl nicht nur in vielen Fällen überhaupt erst möglich machen wird, sondern auch recht kleine Auflagen finanziell halbwegs lukrativ machen könnte.
Wenn das alles so kommt, wie ich das hier in meiner Glaskugel sehe, ist das natürlich ein weiterer Sargnagel für den traditionellen Plattenladen. Da wird sich wohl so oder so der Trend fortsetzen, dass sich nur noch die wirklichen Platzhirsche wie Kompakt, Hardwax oder Freebase halten können. Eine weitere Verlagerung ins Netz, inklusive sukzessiver Umstellung der Labels auf Eigendistribution, würde diesen Vorgang sicher noch beschleunigen. Was natürlich sehr schade ist, allerdings: Wenn das der Preis ist, um weiter Musik auf ordentlichem Vinyl zu bebommen, dann okay.
14Tracks
Eigentlich sollte hier was über 14Tracks und das Redesign von Boomkat stehen, aber Eikman war schneller.





