Piracy is the new radio. →
Neil Young hat verstanden.
http://carsten.io/+ →
Gute Idee. Im Übrigen fühlt sich Google+ keineswegs so beta an, wie befürchtet. Man sehen, wie sich das bewährt.
Und da ich gerade dabei war: http://carsten.io/fb.
Beta+ →
Wir starten mit einer frühen Testphase, dem sogenannten Field Trial (Feldversuch), ihr könntet also noch auf ein paar Ecken und Kanten stoßen, und das Projekt kann momentan nur auf Einladung genutzt werden.
Auch wenn das alles schon sehr hübsch aussieht, was sie da machen, wundert mich das frühe auf-den-Markt-werfen von Google+ doch sehr. Das ist schließlich schon mal in die Hose gegangen. Und vermutlich wird (zurecht) niemand für ein halb fertiges Social Network dem Fatzebuch den Rücken kehren.
Fast richtig
Ich habe mal das Erscheinen des neuen Erykah Badu Albums (wie immer großartig, doch darum soll es hier nicht gehen) zum Anlass genommen, mir auch endlich mal ihren Klassiker Baduizm auf Vinyl zuzulegen. Fehlte noch im Regal.
Jedenfalls war ich erstmal positiv überrascht, dass dem Vinyl ein Coupon mit MP3-Download-Code beilag. Bei aktuellen Alben ist das ja erfreulicherweise immer öfter der Fall, aber bei einem Album von 1997 hatte ich das nicht unbedingt erwartet. Also auf backtoblackvinyl.com gesurft, über die dieser Service angeboten wird. Gar nicht mal übel aufgemacht, die Seite. Man muss zwar dummerweise erst das Album raussuchen, für das man einen Code hat (anstatt den einfach eingeben zu können), aber sei’s drum.
Das Generve ging danach los: Erstmal fragt die freundliche Website mich nach allen möglichen persönlichen Daten, und ich erkläre mich natürlich gleich einverstanden, mich mit Werbung vollmüllen zu lassen, sonst ist nichts mit Download. Leicht genervt Quatsch in das Formular eingegeben, weiter zum Download. Da dann der nächste unnötige Blödsinn: einzelne Downloadlinks für alle Tracks! Statt das ganze einfach in ein ZIP File zu packen, muss ich 14 mal rumklickern, bis das ganze Album auf der Platte ist. Das war dann irgendwann geschafft, die MP3 sind immerhin in guter Qualität (319 (!) kBit/s VBR). Dann die nächste kleine Enttäuschung: Falsche ID3-Tags (da machen sie mal eben die “Erykah” zur “Eryka”), und von Cover Artwork auch keine Spur.
Sicher alles Kleinigkeiten und für sich genommen eher egal, aber in der Summe doch nervig. Und man verspielt sich mal wieder Sympathiepunkte, die man eigentlich gerade mit dem Download-Code eingesammelt hatte. Schade – ist doch eigentlich gar nicht schwierig, so was vernünftig umzusetzen.
LastHistory
LastHistory ist ein Mac OS Tool zum Durchforsten der History von last.fm Accounts. Schön visualisiert, vor allem die Integration von Terminen (aus iCal) und Fotos (aus iPhoto) lässt einen sehr genau rekonstruieren, wann man was wie oft gehört hat. Anbindung an die iTunes-Library ist auch vorhanden, man kann also aus LastHistory heraus direkt die entsprechenden Songs starten (wenn man sie nicht inzwischen gelöscht hat, versteht sich). Das alles funktioniert natürlich besonders gut für den eigenen last.fm Account, ist aber nicht darauf beschränkt. Sehr ausgefuchstes Ding, dazu kostenlos und Open Source.
[via]
Flavors.me
Flavors.me ist ein sehr gelungener Dienst, bei dem man in wenigen Minuten ein Profil aus seinen Social Networks zusammenklicken kann. Übrigens inklusive schickem Layout, das auch HTML/CSS-Legastheniker hinbekommen. Meine Seite dort gibt es schon eine ganze Weile, aber so langsam scheinen die meisten Kinderkrankheiten ausgemerzt und auch die Anzahl der integrierbaren Dienste wächst stetig. Mitmachen geht bislang leider nur mit Beta Invite, die ich leider auch nicht zu vergeben habe.
Helvetipaper
Instapaper gehört mittlerweile zu den Diensten, die aus meiner täglich Arbeit im Web nicht mehr wegzudenken sind. Per Bookmarklet wandert alles, was man sich bei Gelegenheit noch mal in Ruhe durchlesen oder ansehen/–hören möchte, auf eine Liste, derer man sich dann später annehmen kann – »a simple tool to save web pages for reading later« eben. Dass die API dabei auch von meinem Telefontwitterclient Tweetie unterstützt wird, macht Instapaper noch mal einen Deut praktischer.
Bei aller Lobhudelei – das Erscheinungsbild von Instapaper ist bestenfalls mittelmäßig. Das Redesign der Seite vor ein paar Wochen ging zwar schon mal in die richtige Richtung, mir war das aber immer noch zu unaufgeräumt und mit lauter UI Elementen überladen, die ich sowieso nie gebraucht habe. Im Sinne von Helvetireader, Helvetimail und Helvetwitter habe ich mir dann mal eine Stunde Zeit genommen, um ein Userscript* für ein minimales Instapaper-UI zu schreiben.
Das Helvetipaper Userscript verändert dabei nur die Seite mit der Liste der ungelesenen Artikel – alle anderen Seiten benutze ich so selten, dass ich ehrlich gesagt zu faul war, dafür noch eigene Stylesheets zu schreiben. Außerdem kommt man über die Links zum Archiv etc. so noch an die verschiedenen Einstellungen, die das Userscript ausblendet. Falls das Script für den ein oder anderen noch nützlich ist, freue ich mich natürlich – hier geht’s zur Installation.
Userscripts sind kleine Erweiterung für Webseiten, die sich in Firefox mit dem Greasemonkey-Plugin und in Safari mit dem Pendant Greasekit installieren lassen.
Head In The Clouds
Boomkats Idee von 14tracks.com – wöchentlich ein Zusammenstellung von 14 Tracks (jaha!) zu einem Thema zum Discountkurs – haben wir ja schon vor einer Weile kurz und knapp für gut befunden. Selten war ich von einer dieser Sammlungen aber so begeistert wie diese Woche. Unter der Überschrift Head in the Clouds: a Discohouse dream hat uns die Bummkatze eine fantastische Sammlung deeper Houseperlen rausgepickt, bei denen hier und da die Discokugel aufblitzt. Mit am Start u.a. Move D, Charles Webster, Trus’Me und die großartigen Floating Points – mehr muss man da wohl gar nicht sagen. Wer bei Discohouse reflexartig an die gleichnamigen Boys denkt, kann also getrost aufatmen, den Buy this Selection Button klicken und sich um läppische £6,86 erleichtern.





