Posts zum Thema ‘Uni’

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Finally

Endlich geschafft. In ganzer Pracht und in Farbe hier zu haben. Falls gerade jemand mit der Idee schwanger geht, sich so ein mehrjähriges Projekt (bei mir waren es am Ende rund vier Jahre) anzutun, hier ein paar Weisheiten:

  1. Geld besorgen. Ich war zwar dank Uni-Anstellung nie in der Situation, neben der Doktorarbeit kellnern zu müssen, aber ich glaube, so ein Nebenjob erschwert dieses Vorhaben ungemein. Lieber am Anfang etwas Zeit auf die Suche nach bezahlten Doktorandenstellen oder Stipendien (z.B. in Graduiertenkollegs) verwenden. Sonst bleibt natürlich immer noch die Möglichkeit, mit Hilfe des betreuenden Profs eigene Projektmittel einzuwerben, zum Beispiel bei der DFG. Für praxisorientierte Projekte lassen sich manchmal auch Firmen finden, die die Arbeit durch eine (Teilzeit-)Anstellung finanzieren.
  2. Inhaltlich muss man natürlich erstmal ein Thema finden, was oft gar nicht so einfach ist. Idealerweise sollte man eines finden, von dem man denkt, dass man sich die nächsten paar Jahre damit identifizieren kann, das noch nicht umfassend bearbeitet worden ist, und von dem man denkt, dass es auch in drei bis vier Jahren noch relevant ist. Ich würde zum Beispiel im Moment keine Dissertation über Social Networks anfangen – bis die Arbeit fertig ist, dürfte man mit so einem Thema eher gelangweiltes Gähnen auslösen. Ungemein hilfreich bei der Themenfindung: lesen, lesen, lesen. Wer in einem Forschungsprojekt an der Uni angestellt ist, findet dort häufig offene Fragestellungen. Zudem profitiert man in dem Fall natürlich davon, dass man Arbeiten, die man sowieso machen muss, für die eigene Dissertation nutzen kann.
  3. Keine Angst haben, »zurück auf Los« zu gehen. Ist mir im ersten Jahr auch passiert, dass ich feststellen musste, dass mein Projekt nicht umzusetzen ist. Manchmal muss man eben erst eine Weile darüber nachdenken, bis man feststellt, dass man da eine Schnapsidee gehabt hat. Hierbei hilft ungemein…
  4. Reden. Und zwar mit möglichst vielen verschieden Leuten, von denen man denkt, sie könnte Ideen oder Anregungen zum Thema haben. Über die eigene Arbeit reden hilft, die eigenen Gedanken zu sortieren und Denkfehler aufzudecken. Gute Möglichkeiten bieten dafür natürlich vor allem Fachkonferenzen – für deren Besuch man aber meist schnell im vierstelligen Eurobereich ist. Das macht Punkt 1 noch wichtiger. Ähnlich hilfreich wie Reden ist das…
  5. Schreiben. Neben den Publikationen, die ja im Laufe des Doktorandendaseins entstehen sollten, hilft es am Anfang auch ungemein, sein Vorhaben auf einer Seite klar zum schildern. Dieser »One Pager« sorgt dafür, dass man sich detailliert damit auseinandersetzt, was man machen will und vor allen Dingen, was nicht. Der knappe Umfang zwingt einen dazu, Problem und Lösungsansätze auf den Punkt zu bringen.
  6. Planen. Auch wenn man sich im Endeffekt wahrscheinlich nie an den gerade aktuellen Zeitplan hält, hilft schon allein das Erstellen, sich darüber klar zu werden, was noch alles gemacht werden muss, welche Schritte als nächstes anstehen, und so weiter.
  7. Wenn es los gehen soll: LaTeX lernen. Falls jemand an Gummi denkt: LaTeX ist eine Sammlung von open source Softwarepaketen für den Textsatz. Ist am Anfang vielleicht etwas ungewohnt und mit etwas Einarbeitung verbunden, schont aber auf Dauer die Nerven und erleichtert das Projektmanagement ungemein. Außerdem sind die PDFs, die man damit produziert, bis in jedes Detail nach allen Regeln der Satzkunst perfektioniert – da können MS Office und Kollegen einpacken.
  8. Backups, backups, backups. Man sollte das vermutlich nicht immer noch predigen müssen, aber gerade wenn man mit LaTeX arbeitet, gibt es eine sehr elegante Möglichkeit, seine Arbeit vor dem Super-GAU zu sichern. Da man nur mit Plaintext-Dateien arbeitet, drängt sich die Nutzung des Versionierungssystems SVN geradezu auf. Der Vorteil liegt darin, dass – ähnlich wie bei Apples Time Machine – nicht nur die aktuelle Version gesichert wird, sondern inkrementell alle Änderungen gesichert werden. Stellt man dann zum Beispiel fest, dass man ein Kapitel in einer Nachtschicht nur »verschlimmbessert« hat und die vorige Version viel besser war, kann man leicht zurückspringen. Anders als bei Time Machine hat die Nutzung eines entfernten Servers natürlich auch den Vorteil, dass die Arbeit auch dann nicht futsch ist, wenn mal zu Hause der Blitz einschlagen oder die Bude abbrennen sollte (ja, man wird etwas paranoid, wenn man soviel Arbeit in so ein Werk investiert hat). Eher technisch ausgerichtete Institute haben in den meisten Fällen selbst SVN-Server, die man nutzen kann. Sonst gibt es Dienste wie Beanstalk, die das kostenlos oder gegen ein paar Euro anbieten.

Am Ende so eines Projektes rotiert man natürlich ordentlich, keine Frage. Nachtschichten galore. Dennoch würde ich es vermutlich wieder machen. Aber da spielen natürlich auch Faktoren wie ein gutes Umfeld, hilfreiche und motivierte Betreuer, und ein gut ausgestattetes Institut eine Rolle. Wenn diese Dinge stimmen, kann einem dieses Projekt eine Menge bringen.

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Lawrence Lessig @ UCSB

Vor knapp zwei Wochen hatte ich das Glück, bei einem Vortrag von Lawrence Lessig hier an der Uni dabei sein zu können. Der Stanford-Professor und Creative Commons Gründer hat am Center for Information Technology & Society einen kleinen Hintergrundbericht zu seinem neuesten Projekt gegeben. Mit Change Congress will er Kandidaten für den US-Kongress und andere hohe politische Ämter dazu bewegen, offen zu legen, woher die Gelder für ihren Wahlkampf kommen. Der Hintergrund ist, dass Lobbyisten gerne auf ihre vorab geleisteten Spenden verweisen, um im Kongress ihre Anliegen durchzudrücken (wovon die Öffentlichkeit natürlich wenig bis gar nichts mitbekommt). Dank solcher Praktiken empfiehlt die hiesige Gesundheitsbehörde zum Beispiel, dass eine gesunde Ernährung zu 25% auf Zuckerprodukte bauen sollte. Ursprünglich waren (mir wesentlich realistischer erscheinende) 10% vorgesehen – bis die Sugarlobby ins Spiel kam. Andere schöne Beispiele gibt’s oben in dem Mitschnitt, dort ist zwar von Lessig selbst nicht viel zu sehen, dafür kann man seinen ziemlich gut gemachten Slides gut folgen.

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The New Geographers


CC-San Fran von Octoferret

Falls ihr euch schon immer gewundert hat, mit was für komischen Sachen ich mir so die Tage vertreibe: drüben bei In These Times gibt’s einen Rundumschlag zum Thema The New Geographers, der so ziemlich alles abdeckt, womit wir uns heutzutage so beschäftigen. Bei uns in der Geoinformatik natürlich besonders mit allem, was mit mobilen Geräten, Visualisierung usw. zu tun hat. Das da oben ist dagegen eher old school – ein Kartenausschnitt von 1972, der die Ecke von San Francisco zeigt, in der ich das nächste Wochenende verbringen werde.

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Blogroll-Studie 2008

Blogroll-Studie 2008Da mach ich doch mal schnell Werbung für die Kollegen vom Projekt Netzwerkkommunikation im Internet, die für ihr DFG-finanziertes Projekt die Blogroll-Studie 2008 durchführen. Dauert keine 5 Minuten und ich bin sehr auf die Ergebnisse gespannt, also mitmachen!

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Context Blog

Context Blog

Darf ich vorstellen: Das neuste Mitglied meiner kleinen Blog-Familie – context.flashfonic.de. Da drüben werde ich in Zukunft ein bisschen Buch führen, wie es mit meiner Diss vorwärts geht. Außerdem entsteht so hoffentlich auch eine kleine Referenzseite mit allen wichtigen Publikationen und Links zum Thema Kontext. Wenn ihr also wissen wollt, womit ich mir so im »normalen Leben« die Zeit vertreibe, schaut mal rein.

Das Layout basiert übrigens auf einer leicht angepassten Version des Unwakeable Themes – gefällt mir ziemlich gut, muss ich sagen.

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SH gesucht

Man soll ja keine Kanäle ungenutzt lassen, wenn man gute Leute sucht. Falls hier also jemand mit liest, der in Münster studiert und dem bei Begriffen wie Semantic Web, Client-Server Architektur und Java Entwicklung ganz warm ums Herz wird: hier gibt’s die Ausschreibung.

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COSIT 07

Feine Konferenz, eine Menge bekannte (zumindest vom Namen) und eine sehr nette, entspannte Atmosphäre. Die Location direkt am Meer kann sich auch sehen lassen, lecker Essen haben die hier. Nächste Woche, wenn der Arbeitspart abgehakt ist und wir uns noch ein paar Tage die Gegend um Melbourne ansehen, gibt’s mehr.

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DUS-DXB-MEL

So, schnell noch den Folien für meine beiden Vorträge den letzten Schliff verpassen, packen, und dann kann’s losgehen: mit dem Zug nach Düsseldorf, von da nach Dubai und von dort nochmal kuschelige gute 13 Stunden bis nach Melbourne. Und dann bin ich erstmal gar, glaube ich.

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599

599Da hilft wohl nur mark all as read. Die GI-Tage sind jedenfalls geschafft (zumindest was den offiziellen Konferenzteil angeht), und es ist alles ziemlich gut gelaufen. Hat echt Spaß gemacht, so eine Nachwuchskonferenz kann ich wirklich jedem empfehlen.

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Tadaaa!

ifgiPrints Band 30 - GI-Tage 2007

Diese Konferenz (und noch ein, zwei andere) sind übrigens der Grund, warum sich hier gerade so gar nichts tut. Das wird vermutlich auch noch die nächsten zwei bis drei Wochen auf Sparflamme weiterlaufen.

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