Nylvi
Nylvi ist eine neue, sehr übersichtlich und schick aufgemachte Plattform für den Vinylhandel. Neben den nackten Funktionen zum Vinyl(ver)kauf bietet Nylvi eine Menge redaktionell aufbereiteter Inhalte, zum Beispiel Label- und Städtefeatures.
Ob das allein reicht, um dem Platzhirschen Discogs User abzujagen, wird sich zeigen. Im Moment bin ich da noch eher skeptisch, punktet Discogs doch vor allem mit der Anbindung an die kompletteste Datenbank elektronischer Musik. Außerdem schienen mir beim schnellen Durchsehen die allermeisten der Verkäufer, die bei Nyvil Platten zum Verkauf anbieten, doch aus der Profiecke zu kommen – mit entsprechenden Preisen.
Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass Plattformen wie Nylvi durchaus eine Zukunft haben. In Anbetracht der letzten Vertriebspleiten (Neuton und Pinnacle) ist wieder einigen Labels der Vertrieb abhanden gekommen. Einige werden vermutlich einen anderen Distributor finden, andere werden vielleicht ganz aufgeben oder zumindest auf rein digitale Veröffentlichungen umstellen. Trotzdem werde einige der Labels weiter auf Vinyl setzen – weil sie es wollen. Sicher nicht aus finanziellen Überlegungen, sondern einfach, weil sie ihre Releases in Vinyl gepresst in der Hand halten möchten. Schon jetzt findet man ja in den einschlägigen Onlineshops hier und da Exklusivreleases, die direkt von den Labels (eben solche ohne Vertrieb) kommen. Man erreicht zwar so sicher nicht so viele potentielle Kunden wie auf den althergebrachten Vertriebswegen, aber um eine Fangemeinde zu bedienen reicht es allemal. Und genau da sehe ich auch die Chance von Angeboten wie Nylvi: Kleine Vinyllabels können so relativ komfortabel ihr eigener Vertrieb sein und direkt an den Endkunden verkaufen – was das Veröffentlichen auf Vinyl nicht nur in vielen Fällen überhaupt erst möglich machen wird, sondern auch recht kleine Auflagen finanziell halbwegs lukrativ machen könnte.
Wenn das alles so kommt, wie ich das hier in meiner Glaskugel sehe, ist das natürlich ein weiterer Sargnagel für den traditionellen Plattenladen. Da wird sich wohl so oder so der Trend fortsetzen, dass sich nur noch die wirklichen Platzhirsche wie Kompakt, Hardwax oder Freebase halten können. Eine weitere Verlagerung ins Netz, inklusive sukzessiver Umstellung der Labels auf Eigendistribution, würde diesen Vorgang sicher noch beschleunigen. Was natürlich sehr schade ist, allerdings: Wenn das der Preis ist, um weiter Musik auf ordentlichem Vinyl zu bebommen, dann okay.
14Tracks
Eigentlich sollte hier was über 14Tracks und das Redesign von Boomkat stehen, aber Eikman war schneller.
Ubiquity Records Summer Sale
Auf Ubiquity Records erscheint feine Musik. Dazu sind sie noch mit ihren jährlich wechselnden Shirtkollektionen stylemäßig ganz vorne. Leider kommt die Bestellung direkt beim in Berkeley beheimateten Label von Deutschland aus ja immer ein bisschen pricey. Im aktuell laufenden Summer Sale werden LPs, CDs und Shirts allerdings so billig rausgehauen, dass sich ein Bestellung nach good old Europe auch auf jeden Fall rechnen dürfte – schlappe $10 werden nämlich aktuell für diese Artikel fällig.
Nur noch bis zum 8. August, also schnell zuschlagen! Bei der Gelegenheit kann man auch noch kurz im etwas versteckten Garage Sale vorbei schauen. Da finden sich sogar viele 12″s für $2 und CDs für $5.
3Pack
Nude no more! Heute ist meine Threadless-Bestellung angekommen. Drei Print-Shirts in sehr ordentlicher Qualität für (George W. sei Dank) gerade mal rund 11 Euro das Stück. Threadless bringt jede Woche einen Satz von 8 Shirts heraus. Die Motive werden dabei von der Community gestaltet und ausgewählt – jeder kann ein Design vorschlagen, die 8 Motive, die in der jeweiligen Woche die meisten Stimmen bekommen, werden gedruckt. Und die Designer der Gewinnermotive stauben satte $2000 ab, plus einen Threadless-Gutschein für $500 (was ungefähr 20-30 Shirts entspricht…). Noch mehr Cash winkt, wenn das Shirt nachgedruckt wird oder gar unter den beliebtesten Shirts des Jahres landet – dafür gibt’s bis zu $10.000! Kann sich also durchaus lohnen, da mal was einzureichen.
Threadless ist übrigens das große Vorbild von Spreadshirt‘s La Fraise und ist hier drüben so beliebt, dass sie mittlerweile sogar eine Retail Store in Chicago aufgemacht haben.
Schlechte DJs und nette Menschen
Woran erkennt man einen schlechten DJ? Da gibt es ja eine ganze Menge Kriterien, die in Frage kommen: Leere Tanzflächen, charakterloses Aneinanderreihen von angesagten Platten, permanent Hubschrauberübergänge oder auch die Anlage aufreißen, bis die Boxen dieses fiese, knarzige Geräusch von sich geben, dass einem unmissverständlich mitteilt, dass sie das Zeitliche gesegnet haben. Die Liste ließe sich bestimmt noch fortsetzen, und auch für die Guten könnte man sicher leicht ein paar eindeutige Erkennungsmerkmale sammeln. Ganz sicher nicht auftauchen würden da beim Posen das DJ-Pult von der Bühne kicken und bei den DMC Championships einfach nur eine einzelne Platte abspielen. [via]
Ich bin mir nicht sicher, ob man einen direkten Zusammenhang zwischen Charaktereigenschaften und DJ-Qualitäten herstellen kann – tut hier auch jetzt eigentlich nichts zur Sache. Ich bin jedenfalls noch nie in einem Plattenladen so zuvorkommend und unaufdringlich freundlich bedient worden wie am Freitag im Kompakt Laden in Köln. Da geht das Plattenshoppen glatt als Wellnessprogramm durch. Davon könnten sich viele (sogar sehr viele) Plattenverkäufer eine Scheibe abschneiden, anstatt einen auf High Fidelity zu machen.
Whatpeopleplay
Whatpeopleplay ist der neue Online-Shop des wordandsound-Vertriebs, hierzulande seit Jahren eine Bank, wenn es um die Distribution elektronischer Musik geht. Damit gibt es ab sofort neben dem altbewährten schwarzen Plastik auch MP3 im Repertoire der Hamburger. Das legt natürlich sofort den Vergleich mit dem Platzhirsch Beatport nahe. Was mir da im direkten Vergleich als erstes positiv auffällt, ist die Umsetzung mit good old plain HTML. Das Beatport Flash-UI finde ich nämlich (im Gegensatz zu vielen anderen Leuten, ich weiß) absolut nervtötend. Zwar ist das Ausklapp-JS-Menü auf whatpeopleplay, mit dem man sich durch die Musikstile klickert, auch nicht gerade die Krönung der Usability, sonst macht die Seite aber eine recht aufgeräumten Eindruck und man findet sich schnell zurecht. Etwas gewöhnungsbedürftig sind zuerst die Sprechblasen-Popups, die detailliertere Infos zu den einzelnen Releases zeigen, wenn man die Maus über die Cover bewegt. Wenn man sich daran gewöhnt hat, bekommt man so aber einen schnellen Überblick über die Details der einzelnen Releases.
Kommen wir mal zum Kern der Sache: Musik. Die gibt’s hier größtenteils kodiert als 320kb/s MP3 – erfreulicherweise ohne DRM-Quatsch. Wave-Downloads, wie sie die Konkurrenz gegen Aufpreis anbietet, gibt es bislang nicht. Einzelne Tracks schlagen dabei mit 1,49€ zu Buche und können per Kreditkarte oder PayPal bezahlt werden.
Ein wirklich feines Feature für Live-User sind die sogenannten Live Ready Files. Für einzelne Tracks werden dabei direkt die ASD-Files kostenlos zum Download mit angeboten, die in Live die Beatmarker abspeichern. Damit kann dann wirklich direkt nach dem Download gearbeitet werden, was ja sonst leider immer mit einiger Vorarbeit verbunden ist. Dieses Schmankerl gibt es zwar leider noch nicht für den ganzen Katalog, aber das wäre für den Start wohl auch etwas viel verlangt.
Insgesamt ein gelungener Start und dank des wordandsound-Backgrounds natürlich auch direkt mit einem sehr ordentlichen Katalog ausgestattet. Ich werde zwar trotzdem weiter Platten kaufen, aber der iPod will ja auch gefüttert werden, und dafür lohnt sich ein Besuch dann sicher allemal.
Sonar Kollektiv WebShop
Sonar Kollektiv ist nicht nur eines meiner Lieblingslabels, sondern hat auch einen der – wie ich finde – besten Webshops. Da könnten sich andere Labels und Platten/MP3 Shops mal eine Scheibe abschneiden: Ausgiebiges Vorhören per MP3-Streaming, sehr faire Preise (6,99€ für eine 12″, 14,99€ für eine Doppel-LP, 10,99€ für ein CD-Album), DRM-freie Downloads als 256 kBit/s MP3 (7,99€ pro Album oder 0,99€ pro Track) oder als verlustfreie Wavefiles (9,99€ pro Album oder 1,49 pro Track). Dazu regelmäßig Angebote, meist in Form von Packages, die aus mehreren Platten oder CDs eines Künstlers bestehen, und geschmackvolles Merchandising. Das alles angeboten in einem gut sortieren, einfach navigierbaren und optisch ansprechenden Layout.
Und natürlich nur ordentlicher Sound!
[Nein, für diesen Post bekomme ich keine Kohle...]
Human Empire
In Anknüpfung an Maltes Schöner Leben Post hier mal ein Beitrag in Sachen schönere Klamotten anziehen: Drüben bei Human Empire, der Designschmiede, die unter anderem für das Erscheinungsbild von Morr Music verantwortlich ist, gibt’s eine neue feine Kollektion mit Zwirn für Boys & Girls. Mehr so Stylerkram gibt es übrigens bei Limitees.
King Tubbys Bassbox

Falls noch jemand eine Bassbox mit Geschichte erstehen möchte: Bei eBay steht eine Box zum Verkauf, die vor ungefähr 35 Jahren vom jamaikanischen Produzenten King Tubby – oft als Erfinder des Dub bezeichnet – gebaut worden sein soll. Ihr müsst euch allerdings beeilen: In gut 2 Stunden läuft die Auktion ab. Und rechnet schon mal stolze 400$ für den Transport mit ein!
Rockin Squirrel
Zwei neue Modelle bei Aliveshirts. Könnte ich eigentlich mal wieder eins bestellen.







