Augmented Reality Maps Demo
Ich poste hier ja eher selten Zeug, das mit meinem Tagsüberjob zu tun hat. Abends will man ja auch mal was anderes machen. Jedenfalls war das letzte Mal, dass ich darüber nachgedacht hatte, ein Vortrag von Gur Kimchi auf der ACM GIS letzten Herbst, der sehr beeindruckendes aus den Entwicklungen hinter Microsoft’s Bing Maps zu berichten hatte. Zum Beispiel, dass für die Luftbilder, die Mircosoft übrigens selbst machen lässt und nicht irgendwo einkauft, eigene 3D-Kameras entwickelt wurden. Oder dass die Serverparks von Microsoft mittlerweile nur noch aus LKW-Containern bestehen, die auf dafür angelegten Parkplätzen abgestellt werden. Alle paar Wochen geht dort mal jemand durch und schaut nach dem rechten – und wenn zu viele der Server in einem Container den Geist aufgegeben haben, kommt ein Truck und tauscht ihn aus. Auch interessant: die Terrabytes an Luftbildern, die bei solchen Befliegungen anfallen, werden nicht etwa online kopiert, sondern per FedEx verschickt. Geht schneller.
Irgendwie hatte ich das dann (wie so oft) doch nicht aufgeschrieben. Aber der TED Talk von Blaise Agüera y Arcas hat mich dann wieder daran erinnert, dass ich letzten Herbst schon das Gefühl hatte, Microsoft hätte in einigen Bereich Google rechts überholt, und keiner hat es mitbekommen. Nach dieser wirklich eindrucksvollen Demo habe ich daran eigentlich keine Zweifel mehr.
Allerdings bestätigt Microsoft dann aber auch wieder alle lieb gewonnenen Klischees, wenn man das mal selbst ausprobieren möchte:
Für Ihren Browser wird 3D aktuell nicht unterstützt. Eine Liste der unterstützten Browser finden Sie in der Hilfe.
Und in der Hilfe steht natürlich kein Wort davon, welchen Browser ich denn nun brauche, um mitzuspielen.
In diesem Sinne: Kauft Schallplatten.

CC Crate Digger von Johnny Klemme
Toller Artikel über analoge Medien im Technology Review Blog:
Sie nehmen Platz weg, sie haben Gewicht, sie starren einen ungelesen oder ungehört an und fordern, dass man sich mit ihnen beschäftige – Eigenschaften, die sich mit der totalen Beliebigkeit des digitalen Alles-haben-Könnens nicht vertragen. Sie zwingen dazu, eine Auswahl zu treffen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, die eigene geistige Landkarte zu verfeinern.
Eigentlich halte ich mich ja aus dieser DJ-Medien-Debatte am liebsten raus – jeder soll damit auflegen, womit er glücklich wird. Und auch wenn es in dem TR-Artikel gar nicht ums Auflegen geht: Die beiden Sätze da oben sind für mich persönlich der Hauptgrund, immer noch fast ausschließlich mit Vinyl aufzulegen. (Davon abgesehen, dass ich schon den ganzen Tag in einen Laptopbildschirm starre und das daher nicht auch noch in meiner Freizeit machen möchte.) Das oft gehörte Argument, es sei ja so praktisch, immer alles dabei zu haben, führt leider viel zu oft zu einer totalen Beliebigkeit. Klar könnte man sich vor jedem Set hinsetzen und eine virtuelle Plattenkiste für die Nacht vorbereiten, aber wer macht das schon (Tanith scheint einer der wenigen zu sein)? Und die kreativen Möglichkeiten, die mit einem digitalen Setup ohne Zweifel weitaus größer sind, als mit zwei Technics und einem einfachen Mixer, nutzen leider die allerwenigsten wirklich aus.
Klar sind MP3s billiger und leichter zu tragen. Aber wenn man mit diesem Argument kommt, muss man sich auch die Frage gefallen lassen, die ein geschätzter (und weit professioneller als ich arbeitender) Kollege vor einer Weile beim Essen aufbrachte:
Seid ihr DJs oder Mädchen?
Instant Karma
Braucht kein Mensch, sieht aber gut aus und macht vor allem eine Menge Spaß, diese Buddha Machine.
Otto
Leider noch nicht zu kaufen, aber ganz offensichtlich macht Otto, der Beat-Slicer, mächtig Laune. Kann man mir gerne zu Weihnachten schenken, bis dahin ist der Bursche bestimmt käuflich. Die Demo-Videos zeigen ganz nett, was Otto so alles kann:
[via]
Pitchcrossfader
Abgefahrene Konstruktion – die Talkbox gibt’s dann noch als Gratisbonbon obendrauf. Sowas sollte sich übrigens doch mit einem Midi-fähigen Mixer und Serato oder so relativ leicht als Digitalversion nachbauen lassen, oder? Obwohl analog natürlich schon cooler ist, keine Frage.
[via]
Google I/O
Ich weiß, es ist eher unwahrscheinlich, aber vielleicht ist ja zufällig noch jemand, der hier mitliest, in den kommenden beiden Tag auf der Google I/O in San Francisco?
It’s probably even worse.
Wie Jeff Jarvis kürzlich sehr treffend im Gespräch mit Mario Sixtus angemerkt hat:
There’s all kinds of new tools like this, but you don’t know what they’re about until you use them and try.
In diesem Sinne: http://twitter.com/flashfonic.
Forget viral
Super Video drüben bei Phlow.net: Ruby On Rails Erfinder David Heinemeier Hansson rechnet in einem sehr unterhaltsamen halbstündigen Talk vor, warum es Blödsinn ist, die nächste Billion Dollar Company sein zu wollen und warum man als Startup-Gründer eigentlich mit kleineren, aber immer noch sehr attraktiven Brötchen im Visier besser bedient ist. Neben interessanten Einblicken in den Werdegang von 37signals und ein paar wirklich ziemlich guten Sprüchen spricht er ganz am Ende noch mal einen wichtigen Punkt an: kann man wirklich zehn oder noch mehr Stunden am Tag produktiv arbeiten? Er hat da eine ziemlich interessante Sichtweise, der ich sehr viel abgewinnen kann.




