Interessanter Blickwinkel auf die ganze Megaupload-Geschichte. Es dürfte jedem klar sein, dass das Geschäftsmodell von Kim Dotcom und seinen Megakollegen in der dunkelsten Ecke der rechtlichen Grauzone angesiedelt war. Aber Labels und Justiz schienen sie gewähren zu lassen – eventuell hat man in der Musikindustrie auch langsam verstanden, dass Kunden, die sich viel Musik über “dezentrale Sicherungskopien” besorgen, üblichweise auch zu denen gehören, die am meisten Geld für Musik ausgeben. Man hat Megaupload solange machen lassen, bis man plötzlich Angst bekam, dass sie Musiklabels komplett überflüssig machen könnten.
Auf Guido bin ich das erste mal durch seinen fantastischen Remix für Lauren Pritchards Song Stuck aufmerksam geworden:
Danach kamen einige tolle Platten auf Labels wie Punch Drunk oder Tectonic – allesamt mit diesem ganz eigenen, undefinierbaren Wobblefunksound, den so irgendwie nur Guido kann. Dass er aus Bristol kommt, überrascht da wohl niemanden. Jetzt pustet der junge Mann mit dem etwas eigentümlichen Namen eine klein EP mit drei Stücken für umsonst in die Soundcloud:
Nur solange der Vorrat reicht. Der Marinelli hat übrigens auch was Empfehlenswertes ausgegraben: Einen kleinen Sampler des auch von mir sehr geschätzten Labels 7even Recordings. Ebenfalls für (fast) umsonst, die 7even Jungs möchten dafür nur eure Email Adresse haben. Die ist es wert, versprochen:
Die Antworten auch auf die Fragen nach dem Mehrwehrt [sic], den sich die Kommissarin vom Engagement Guttenbergs verspricht, dürften indessen schwerfallen.
Solche Kungeleien sind in meinen Augen ein viel größeres Problem als ein Bundespräsident, der zwar regelmäßig wie ein Elefant im Porzellanladen auftritt, aber eigentlich niemandem was Böses will.
Ich werd zwar nie verstehen, warum man die Slices Videos nicht einbetten kann, aber dieses Interview mit Tony Andrews von Funktion One ist mir trotzdem einen Link wert.
The things that drew me to dubstep in the first place weren’t necessarily the kind of testosterone-driven environments that you got from say, late jungle or some of the drum ‘n’ bass stuff that was happening after that. I think the dubstep that has come over to the US, and certain producers — who I can’t even be bothered naming — have definitely hit upon a sort of frat-boy market where there’s this macho-ism being reflected in the sounds and the way the music makes you feel. And to me, that is a million miles away from where dubstep started. It’s a million miles away from the ethos of it.
Voilà! Viele Wege führen nach Rom, mich scheinen Sie zurück in die Königsstraße zu führen – an exakt die Stelle, an der ich meinen ersten festen Abend hatte. Anders als angekündigt geht es in der Eule erst am 27. Januar los, das erste Dubstecial wird vermutlich am 17. Februar kommen. Ich bin gespannt, wie’s wird.
Irgendwie hatte ich im November so eine Ahnung, dass das mein letzter Abend im Amp sein könnte. Das scheint sich ja im Nachhinein zu bewahrheiten, und so könnte das hier durchaus ein kleines zeitgeschichtliches Dokument sein – zumindest für mich. Und natürlich für David, der so freundlich war, den Abend mitzuschneiden und ihn jetzt in vier Teilen bei Mixcloud online gestellt hat. Viel Spaß.
Gerade frisch angesehen (der Bildschirm ist noch warm): Die erste Folge vom Der Tatortreiniger, ein wirklich großes Format des NDR, bei dem Bjarne Mädel (of Ernie Fame) den – richtig – Tatortreiniger Heiko Schotte spielt. Schotty, wie er sich selbst nennt, ist zwar irgendwie etwas doof, hat aber doch den ein oder anderen Geistesblitz und kann ab und zu sogar mit richtigem Tiefgang glänzen (was aber meist durch den nächsten Satz, der seinen Mund verlässt, wieder zunichte gemacht wird). Mein Favorit aus der ersten Folge:
Alles hat einen PH-Wert, selbst Beton.
Die Rolle ist Mädel wie auf den Leib geschrieben. Ganz großer Spaß. Und als Bonus ist das ganze auch noch musikalisch unterlegt von unserem Liebling Carsten “Erobique” Meyer.
Dass die Fieber Party und ihre Schwesterveranstaltungen aus dem Amp ausziehen werden, ist ja mittlerweile offiziell – die letzten Partys im Amp laufen, der Umzug ist besiegelt. Nur wohin es die Party treiben wird, und wie genau es dort weitergehen wird, wissen bislang die wenigsten. Das galt bislang auch für unser Dubstecial, scheinbar Münsters einzige Bassmusikveranstaltung, die nicht auf Brostep setzt. Wir sind ja auch keine 17 mehr.
Seit heute weiß ich nun jedenfalls aber, dass es mit dem Dubstecial weitergehen wird, was mich natürlich sehr freut. Hoffentlich bleibt uns die münstersche Bassgemeinde auch an neuer Stelle treu – wo genau das sein wird, werden Eavo und Raffa nächste Woche lüften. Die erste Fieberparty im neuen Laden müsste dann am 20. wird dann am 27. Januar über die Bühne gehen, wenn ich richtig gerechnet habe.